Du trägst die Verantwortung für eine ganze Gruppe und verdienst trotzdem weniger als eine Lehrkraft. Das Gefühl täuscht nicht. Hier siehst du, was dir laut Tabelle zusteht, was netto ankommt und welche Ansprüche du selbst anmelden kannst.
Aktualisiert am · Tabelle gültig 01.05.2026 – 31.03.2027
Kurz gesagt
Alles S 8a inkl. SuE-Zulage, Steuerklasse I, NRW. Brutto = was im Vertrag steht, netto = was auf deinem Konto landet.
S 8a ist die Regel-Entgeltgruppe für Erzieher:innen im öffentlichen Dienst, S 8b gibt es bei besonders schwierigen Tätigkeiten. Die Stufe zeigt, wie viel Berufserfahrung dir angerechnet ist.
| Stufe | S 8a brutto | S 8a netto | S 8b brutto | S 8b netto |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 3.639,44 € | 2.409,86 € | 3.708,87 € | 2.447,78 € |
| 2 | 3.868,13 € | 2.534,30 € | 3.942,64 € | 2.574,62 € |
| 3 | 4.106,82 € | 2.662,84 € | 4.221,94 € | 2.724,25 € |
| 4 | 4.337,08 € | 2.785,36 € | 4.633,48 € | 2.940,87 € |
| 5 | 4.562,16 € | 2.903,73 € | 5.022,59 € | 3.141,68 € |
| 6 | 4.798,84 € | 3.026,69 € | 5.320,90 € | 3.292,86 € |
Gültig 01.05.2026 – 31.03.2027. Brutto inklusive 130 € SuE-Zulage. Netto: Steuerklasse I, NRW, keine Kirchensteuer, keine Kinder, durchschnittlicher Zusatzbeitrag der Krankenkasse.
Die SuE-Zulage ist ein fester Zuschlag für den Sozial- und Erziehungsdienst und zählt zum steuerpflichtigen Brutto. Deshalb steckt sie in allen Zahlen oben.
Such deine Stufe in der Tabelle. Falls du sie nicht kennst, steht sie auf deiner Gehaltsabrechnung neben der Entgeltgruppe.
Tabellenentgelt und SuE-Zulage werden im Verhältnis deiner Wochenstunden zur Vollzeit von 39 Stunden gezahlt. Das Netto sinkt dabei prozentual weniger als das Brutto, weil dein Steuersatz mit dem Einkommen sinkt.
| Wochenstunden | Brutto | Netto |
|---|---|---|
| 20 Std. | 2.106,06 € | 1.539,33 € |
| 25 Std. | 2.632,58 € | 1.845,25 € |
| 30 Std. | 3.159,09 € | 2.143,82 € |
| 35 Std. | 3.685,61 € | 2.435,09 € |
| 39 Std. (Vollzeit) | 4.106,82 € | 2.662,84 € |
S 8a, Stufe 3, inklusive anteiliger SuE-Zulage. Steuerklasse I, NRW, keine Kirchensteuer.
Unsere Beispielperson Lena (30 Std., S 8a, Stufe 2): Das sind 2.975,48 € brutto und 2.040,57 € netto im Monat. Netto bleibt anteilig mehr übrig, weil auch die Steuer sinkt.
Deine echten Wochenstunden gibst du im TVöD-SuE-Rechner ein. Dort siehst du dein Ergebnis auf den Cent.
Das ist dein Netto. Mehr Gehalt gibt der Tarif nicht her. Mehr Netto schon: Diese drei Ansprüche musst du selbst anmelden.
~80 €/Jahr
VWL vom Träger
VWL (vermögenswirksame Leistungen) ist ein kleiner Sparbeitrag von deinem Träger: rund 80 € im Jahr. Die staatliche Sparzulage gibt es nur bis 40.000 € zu versteuerndem Einkommen (verheiratet 80.000 €). Bei diesem Gehalt liegst du als Single wahrscheinlich darüber.
≈ 126 €/Jahr
Gewerkschaftsbeitrag absetzen (wenn du Mitglied bist)
Bist du in der GEW oder bei ver.di? Neu ab Steuerjahr 2026: Dein Beitrag zählt zusätzlich zum Pauschbetrag in deiner Steuererklärung. Das bringt vielen ein spürbares Plus zurück.
≈ 556 €/Jahr
Steuer-Hebel Betriebsrente (dein eigenes Geld)
Wandelst du 100 € im Monat in deine Betriebsrente um, fehlen dir im Beispiel nur rund 54 € netto. Den Rest hätten Steuer und Sozialabgaben bekommen. Der Haken: Im Alter zahlst du auf die Auszahlung Steuern und Kranken- und Pflegebeitrag, und der umgewandelte Teil zählt nicht zur gesetzlichen Rente. Prüfe zuerst, was deine Zusatzversorgung (VBL, ZVK oder KZVK) dir schon bringt.
Im Beispiel (S 8a, Stufe 3, 39 Std.): Rund 80 € im Jahr VWL von deinem Träger. Die Sparzulage gibt es bei diesem Gehalt als Single wahrscheinlich nicht. Dazu spart dir jeder 100-€-Betriebsrentenbeitrag rund 556 € Steuer und Abgaben im Jahr. Was davon bei dir schon läuft und was fehlt, zeigt dir der Fördercheck.
Beispielrechnung, nicht deine Werte. Deine eigenen trägst du im Rechner ein.
4 Fragen, 2 Minuten. Danach ruft dich jemand aus unserem Team an und geht dein Ergebnis mit dir durch. Kostenlos, und abschließen musst du nichts.
Viele vergleichen sich mit Lehrkräften, und der Vergleich ist nicht aus der Luft gegriffen. Seit 01.08.2026 werden in NRW alle Lehrkräfte der Grundschule und der Sekundarstufe I in die Besoldungsgruppe A 13 überführt. Ihr Einstieg liegt brutto spürbar über dem, was die Erzieher:innen-Tabelle zeigt.
Fair vergleichen lässt sich nur Netto gegen Netto. Lehrkräfte sind meist verbeamtet und zahlen keine Renten- und Arbeitslosenversicherung. Brutto gegen Brutto würde die Lücke größer aussehen lassen, als sie netto ist. Kleiner wird sie dadurch nicht.
Oben siehst du drei Ansprüche, die du unabhängig vom Tarif selbst anmelden kannst.
Du rückst automatisch auf, ohne Antrag. Nach Stufe 1 wartest du 1 Jahr, dann 2, 3, 4 und 5 Jahre bis Stufe 6. Zusammen sind das 15 Jahre vom Berufseinstieg bis zur Endstufe.
Der Sprung von Stufe 2 auf 3 bringt dir 128,54 € mehr Netto im Monat. Von Stufe 3 auf 4 (nach 3 Jahren in Stufe 3) sind es 122,52 € mehr. Von Stufe 1 bis Stufe 6 wächst dein Netto in S 8a um 616,83 €.
S 8b kann zusätzlich drin sein. In Stufe 3 sind das 115,12 €, in Stufe 6 sogar 522,06 € brutto mehr Tabellenentgelt im Monat. So gehst du vor:
Bei Lena heißt das: Sie ist in Stufe 2. Mit Stufe 3 wären es bei 30 Stunden 103,25 € mehr netto im Monat. Prüfen sollte sie außerdem, ob ihre Gruppe unter die S-8b-Merkmale fällt.
Dein nächster Schritt: Stell deine Stufe im Rechner ein und sieh, was die nächste Stufe für dich netto ausmacht.
Rechne dein eigenes NettoDer Tarif teilt das Monatsentgelt durch das 4,348-Fache deiner Wochenstunden (§ 24 TVöD). Daraus ergibt sich dein Brutto-Stundenlohn.
Bei S 8a und 39 Wochenstunden liegt er in Stufe 1 bei 21,46 €, in Stufe 3 bei 24,22 € und in Stufe 6 bei 28,30 €. Das ist jeweils inklusive SuE-Zulage. In Stufe 3 sind es ohne Zulage 23,45 €.
Mit der Formel kannst du dein Monatsbrutto aus der Abrechnung nachrechnen, auch bei Teilmonaten und Zuschlägen.
Welche Tabelle für dich gilt, hängt von deinem Träger ab. Die Zahlen oben gelten für kommunale Kitas nach TVöD SuE. Schau in deinen Arbeitsvertrag: Dort steht, welches Regelwerk gilt und ob Zulagen und Sonderzahlung dazugehören.
Caritas: Für Erzieher:innen gilt die AVR Anlage 33 (die Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas). In der Region West sind die Tabellenwerte von S 8a identisch zum TVöD, dazu kommen 130 € SuE-Zulage und eine Jahressonderzahlung von 86 %. Der Arbeitgeber zahlt 6 % in die kirchliche Zusatzversorgung (KZVK).
Diakonie: Sie hat eine eigene Tabelle mit Entgeltgruppen 1 bis 13 statt der S-Gruppen. Die Fassungen unterscheiden sich je nach Region. Die Beträge lassen sich nicht sauber mit dem TVöD vergleichen, deshalb nennen wir hier keine.
AWO, DRK und freie Träger: Hier gibt es keine einheitliche Erzieher:innen-Tabelle. Viele Landesverbände und Träger haben eigene Tarifverträge, andere regeln Gehalt und Zulagen im Arbeitsvertrag.
Berlin: Der TV-L (der Tarifvertrag der Länder) hat eine eigene S-Tabelle. Laut dem Trägerverband DaKS (Stand 04/2026) liegt S 8a ab 01.04.2026 zwischen 3.444,29 € in Stufe 1 und 4.660,13 € in Stufe 6. Das ist etwas weniger als im TVöD. Die Vollzeit beträgt dort 39,4 Stunden, die SuE-Zulage ebenfalls 130 €. Bei freien Trägern gilt der TV-L nur, wenn er im Arbeitsvertrag steht.
Hessen: Das Land hat mit dem TV-H ein eigenes Tarifwerk, das aber nur für Landesbeschäftigte gilt. Kommunale Kitas arbeiten dort laut kita.de in der Regel nach dem TVöD SuE. Eine belastbare Hessen-Tabelle für 2026 können wir derzeit nicht belegen.
Du bekommst 85 % eines Monatsentgelts zusätzlich, ausgezahlt mit dem Novembergehalt. Anspruch hast du, wenn du am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis stehst.
Bei S 8a, Stufe 3 und Vollzeit sind das auf das Tabellenentgelt gerechnet 3.380,30 € brutto. Bei Teilzeit zahlt dein Träger die Sonderzahlung anteilig.
Statt Geld kannst du bis zu 3 freie Tage wählen. Den Antrag dafür stellst du bis zum 1. September des laufenden Jahres in Textform bei deinem Träger.
Für Erzieher:innen in S 8a und S 8b gibt es 130 € brutto im Monat, bei Teilzeit anteilig. 180 € bekommen unter anderem S 11b, S 12 und S 14. Leitung in S 9 (unter 40 Plätze): 130 €. Ab S 13: keine SuE-Zulage. Mehr dazu in unserem Überblick zum Kita-Leitung-Gehalt.
Stand 06.10.2026: Die Tarifregelung läuft laut Tarifpartnern bis 31.12.2026. Eine Folgeregelung ist noch nicht veröffentlicht.
Alle Details, auch zur Teilzeit-Rechnung, findest du im Ratgeber SuE-Zulage 2026.
Das hängt von Stufe, Wochenstunden und Steuerklasse ab. Bei S 8a, Stufe 3 und 39 Wochenstunden sind es 4.106,82 € brutto und 2.662,84 € netto im Monat, inklusive SuE-Zulage (Steuerklasse I, NRW, ohne Kirchensteuer).
In Stufe 1 liegt das Netto bei 2.409,86 €, in Stufe 6 bei 3.026,69 €.
Der Tarif rechnet den Stundenlohn so: Monatsbrutto geteilt durch das 4,348-Fache der Wochenstunden. Bei S 8a, Stufe 3 sind das 24,22 € brutto pro Stunde inklusive SuE-Zulage, ohne Zulage 23,45 €.
Diese Formel steht in § 24 TVöD und gilt für Voll- und Teilzeit gleichermaßen.
Nicht automatisch. Die Caritas zahlt nach ihrem Faktenblatt (Stand 02/2026, Region West) für Erzieher:innen dieselben Tabellenwerte wie der TVöD SuE, dazu 130 € SuE-Zulage und eine Jahressonderzahlung von 86 %.
Die Diakonie hat eine eigene Tabelle mit anderer Eingruppierung, die sich je nach Region unterscheidet. Schau in deinen Arbeitsvertrag: Dort steht, welches Regelwerk gilt.
S 8a ist die Regel-Entgeltgruppe für Erzieher:innen. S 8b gilt bei „besonders schwierigen fachlichen Tätigkeiten“, zum Beispiel in Integrationsgruppen, als Facherzieher:in mit mindestens 160 Stunden Weiterbildung oder in Gruppen mit mindestens 15 % Kindern mit erhöhtem Förderbedarf.
In Stufe 6 sind das 522,06 € brutto mehr im Monat. Ob dir S 8b zusteht, entscheidet der Einzelfall. Lass es prüfen.
Bei S 8a, Stufe 3 und 30 Wochenstunden sind es 3.159,09 € brutto und 2.143,82 € netto im Monat, inklusive anteiliger SuE-Zulage (Steuerklasse I, NRW).
In Stufe 2 liegt das Netto bei 30 Stunden bei 2.040,57 €.
Im TVöD heißt es Jahressonderzahlung: 85 % eines Monatsentgelts, ausgezahlt mit dem Novembergehalt. Du bekommst sie, wenn du am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis stehst. Bei Teilzeit gibt es sie anteilig.
Auf Wunsch kannst du sie in bis zu 3 freie Tage umwandeln. Den Antrag stellst du bis zum 1. September.
Stand: Oktober 2026 (aktualisiert am 06.10.2026)
Transparenz-Hinweis
Diese Seite ist redaktionell erstellt, Stand Oktober 2026, auf Basis der TVöD-SuE-Entgelttabelle und des amtlichen Programmablaufplans für die Lohnsteuer 2026. Tarifliche Änderungen nach diesem Stand (zum Beispiel eine neue SuE-Tarifrunde) sind nicht berücksichtigt. Sie ersetzt keine Lohnabrechnung und keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall. Wir arbeiten als ungebundene Versicherungsmakler (§ 34d Abs. 1 GewO) und Finanzanlagenvermittler (§ 34f Abs. 1 GewO) auf Courtage-Basis: Vermitteln wir auf deinen Wunsch ein Produkt, erhalten wir dafür eine Provision vom Anbieter, ohne dass es dich extra kostet. Details findest du in unserer Erstinformation.
Der Fördercheck zeigt dir in wenigen Fragen, welche Zuschüsse, Zulagen und Steuervorteile bei dir konkret zusammenkommen.
4 Fragen, 2 Minuten. Danach ruft dich jemand aus unserem Team an und geht dein Ergebnis mit dir durch. Kostenlos, und abschließen musst du nichts.
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